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Grund- und Mittelschule Roding

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Der M-Zug an der Mittelschule Roding

Seit dem Schuljahr 2000/01 existiert an der bayerischen Hauptschule/Mittelschule ein vierjähriger Bildungsgang, der so genannte M-Zug. Hierbei werden geeignete Schüler in eigenen Klassen und Kursen (M-Klassen und M-Kursen) auf der Grundlage eigener Lehrpläne und Bücher unterrichtet. Dieser Mittlere-Reife-Zug erstreckt sich von der 7. bis zur 10. Jahrgangsstufe (M7 – M10) und führt die Schüler mit Bestehen der Abschlussprüfung zum mittleren Schulabschluss. Dieser ist dem Realschulabschluss gleichwertig und verleiht die gleichen Berechtigungen.

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Die Mittelschule Roding ist neben Bad Kötzing, Cham, Furth i. W. und Waldmünchen einer der fünf M-Standorte im Landkreis Cham. Im Schuljahr 2002/03 wurden erstmals aus unserer Schule Schüler und Schülerinnen mit dem mittleren Schulabschluss entlassen.

Der Weg durch den M-Zug

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Durchlässigkeit des Haupt- bzw. Mittelschulsystems

Der Wechsel in den M-Zug ist grund-
sätzlich nur zum Schuljahresbeginn
möglich. Nebenstehende Grafik ver-
deutlicht, dass jedoch ein Einstieg in den M-Zug prinzipiell aus allen Jahr-
gangsstufen erfolgen kann, sofern ein Schüler bzw. eine Schülerin die ent-
sprechenden Zugangsvoraussetzun-
gen
hat.

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Der M-Zug – ein Weg mit erhöhtem Anforderungsniveau

Der Unterricht in allen M-Klassen wird auf der Grundlage eigener M-Lehrpläne erteilt. Dabei wird in sämtlichen Jahrgangsstufen ein erhöhtes Anforderungsniveau gefordert, das sich von Anfang an an den Abschlussprüfungen orientiert und kontinuierlich darauf vorbereitet. Gefordert werden von den Schülern mehr Selbstständigkeit, mehr Eigenverantwortung, mehr Leistung, ebenso größere Belastbarkeit und Ausdauer, disziplinierteres und planvolleres Arbeiten sowie die Bereitschaft und Fähigkeit, den Unterricht durch eigene Beiträge mitzugestalten. Das erhöhte Anforderungsniveau wird auf verschiedenen Ebenen umgesetzt: Ausweitung des Lehrstoffs, Vernetzung von Inhalten, komplexere Aufgabenstellung, höherer Grad der Beherrschung und höheres Arbeitstempo.

Schulabschlüsse, die der M-Zug bietet:

  • der erfolgreiche Hauptschulabschluss mit Bestehen der 9. Jahrgangsstufe
  • der qualifizierende Hauptschulabschluss (= Quali) durch die erfolgreiche Teilnahme an der besonderen Leistungsfeststellung
  • der mittlerer Schulabschluss am Ende der zehnten Jahrgangsstufe

Wertigkeit des mittleren Schulabschlusses an der Hauptschule/Mittelschule

Das gegliederte bayerische Schulsystem bietet unter Einschluss der beruflichen Bildung 11 Möglichkeiten, den mittleren Schulabschluss zu erlangen (siehe Grafik). Diese mittleren Schulabschlüsse sind natürlich aufgrund der unterschiedlichen Fächer und Schwerpunkte der einzelnen Schularten nicht gleichartig, wohl aber gleichwertig. Mit dem M-Zug wurde die Hauptschule/Mittelschule im Zuge der Schulreform entscheidend gestärkt und aufgewertet. Der Unterschied unseres Abschlusses zur Realschule besteht darin:

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Der mittlere Abschluss an der Hauptschule/Mittelschule weist einen höheren Praxis- und Berufsbezug aus, während an der Realschule ein breiterer theoretischer Anteil vermittelt wird, d.h. beide Abschlüsse sind gleichwertig, aber nicht gleichartig. Die hohen Zugangsvoraussetzungen und erhöhten Anforderungen stellen sicher, dass die mittlere Reife der Hauptschule/Mittelschule gleichwertig ist mit den mittleren Schulabschlüssen an den anderen weiterführenden Schulen. Die an der Hauptschule/Mittelschule erworbene „Mittlere Reife“ verleiht somit die gleichen beruflichen Einstiegschancen und ermöglicht gleiche schulische Laufbahnen (FOS etc.).

Die Vorteile des M-Zuges auf einen Blick

  • kein Wechsel der Schulart
  • Schüler formieren sich neu nach dem Selektionsdruck der 4. Klasse, der M-Zug bietet so genannten Spätentwicklern neue Chancen
  • grundlegende Allgemeinbildung
  • Klassenlehrerprinzip
  • handlungsorientierter Unterricht:
    nicht vorwiegend theoretisch-abstrakt, sondern konkret-anschaulich und praxisbezogen
  • verstärkte Praxis- und Berufsorientierung durch Stärkung der Schlüsselqualifikationen für den zukünftigen Beruf (Betriebserkundungen, Berufswahltage, an der VS Roding zwei jeweils
    14-tägige Betriebspraktika etc.)
  • Möglichkeit der Teilnahme am Quali

Perspektiven des M-Zuges

Im bayerischen Schulsystem gilt der Grundsatz: KEIN ABSCHLUSS OHNE ANSCHLUSS. Dementsprechend vielfältig sind die Perspektiven, die der mittlere Schulabschluss an der Hauptschule/Mittelschule bietet. Da viele unserer Schüler unmittlelbar nach der M10 ins Berufsleben starten, zeigen unsere Erfahrungen, dass der M-10-Abschluss von der Wirtschaft akzeptiert und mit entsprechenden Ausbildungsstellen honoriert wird. Aber auch eine Reihe weiterer schulischer Bildungswege öffnen sich durch den M-Zug (siehe folgende Grafiken).

      Mit dem mittleren Schulabschluss der HS/MS öffnen sich Wege:

      • qualifizierte Ausbildung in einem anspruchsvollen Beruf
      • Berufsoberschule (für Bewerber mit Berufsausbildung)
      • Fachoberschule (für Bewerber ohne Berufsausbildung)
      • Laufbahn der Fach und Förderlehrer
      • mittlerer Beamtendienst usw.
         
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grafikhauptschule_2

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